Der besondere Film: Melodie des Herzens
Vor fast 100 Jahren erlebte der erste von der Universum-Film AG (Ufa) produzierteTonfilm „Melodie des Herzens“ seine Uraufführung. Der abendfüllende Spielfilm mit den damaligen Publikumslieblingen Dita Parlo und Willy Fritsch in den Hauptrollen trug wesentlich zum Durchbruch dieses neuen Mediums in den Kinosälen bei. Erzählt wird die Geschichte des ungarischen Husars János Garas (Willy Birgel), der sich unsterblich in das Dienstmädchen Julia Barlog (Dita Parlo) verliebt. Sie träumen von einer gemeinsamen Zukunft, in der János seinen Abschied vom Militär nimmt und ein kleines Fuhrunternehmen aufbaut. In den folgenden Monaten der Trennung beider Liebender voneinander verliert Julia ihre Stellung. Völlig mittellos wird sie von ihrer Zimmerwirtin in die Prostitution gedrängt. Bei seiner Rückkehr wendet sich János entsetzt und enttäuscht von ihr ab. Aus Kummer vertrinkt er mit seinen Kameraden sämtliche Ersparnisse. Julia sieht keinen anderen Ausweg mehr, als sich in der Donau zu ertränken.
Zur Einstimmung auf diesen besonderen Kinoabend werden den Zuschauerinnen und Zuschauern nicht nur die Hintergründe zur Entstehung dieses besonderen Spielfilms in einem filmhistorischen Input erläutert. Erfahren Sie auch, welchen ersten Satz, der am Ende der Weimarer Republik zum sprichwörtlichen Bonmot wurde, von Willy Fritsch in„Melodie des Herzens“ gesprochen wird.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Stadtarchiv Wilhelmshaven.
Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden. Erschienen in Deutschland 1929, Länge 93 Minuten.
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